Hier folgt die engl. Übersetzung der «Über uns» Seite
Geschichte
Rentenfabrik wurde gegründet, um eine faire Vorsorge anzubieten. Dabei sollen die Rentner im Mittelpunkt sein und keine Quersubvention zwischen aktiven Versicherten und Rentenbezügern bestehen. Rentenfabrik entwickelte sich aufgrund von zwei Ideen der Gründer: Der Gedanke einer Rentenstiftung, welche als Innovationsträger beispielsweise temporäre Renten anbietet und von Idee einer Sammelstiftung für Aktive und Rentner, bei denen alle Versicherten gleichermassen am Vermögensertrag beteiligt sind (keine ungewünschten Solidaritäten). Die Gründer, Olaf Meyer, Livio Cathomen, Ursula May und Matthias Pfiffner, entwickelten das Konzept der Rentenfabrik seit dem ersten Treffen im Jahr 2016 als eine auf Übernahme von Rentenbeständen spezialisierte Stiftung. Insgesamt vergingen weitere drei Jahre bis zur Gründung der Rentenfabrik im Jahr 2019. Dabei mussten folgende Fragestellungen geklärt werden:
- Entfällt für den Arbeitgeber mit der Übertragung der Rentner an die Rentenfabrik die Bilanzierung nach IFRS und USGAAP der Rentenverpflichtungen in der Firmenbilanz? Dies ist dann gegeben, wenn der Arbeitgeber keine Nachschusspflicht bei Unterdeckung hat. Mit RA Erich Peter, ehemaliger Leiter der BVG- und Stiftungsaufsicht Zürich, wurden diesbezüglich intensive Diskussionen geführt und in einem Rechtsgutachten bestätigt er, dass das Konzept der Rentenfabrik die Bedingung erfüllt.
- Welche versicherungstechnischen Voraussetzungen müssen gewahrt sein, damit Rentenfabrik auch von Sicherheitsfonds BVG, der Aufsichtsbehörde sowie dem Experten für berufliche Vorsorge das «Gut zum Start» erhalten? Hierzu wurden diverse Gespräche mit den Verantwortlichen geführt. Der Experte wurde zudem bei der Ausgestaltung des Underwriting miteinbezogen. So stellt Rentenfabrik bereits heute die Erfüllung von derzeit diskutierten gesetzlichen Änderungen in Bezug auf Rentenübertragungen zwischen Vorsorgeeinrichtungen sicher.
- Wie können wir die erforderliche Finanzierung sicherstellen? Eine Finanzierung durch Kooperationspartner scheiterte jeweils aus Profitgründen. Die Motivation der Gründer ist nicht finanzieller Natur und sie legen einen grossen Wert darauf, die Unabhängigkeit zu wahren. Durch Zeit und eigene Ressourcen konnte das notwendige Kapital schlussendlich durch die Gründer aufgebracht werden.
- Wie muss die Anlagestrategie ausgestaltet sein, um dem Umstand einer reinen Rentenkasse Rechnung zu tragen? Einerseits muss der Aspekt der Sicherheit erfüllt sein, andererseits sind Rentenzahlungen langfristig planbar. Zusätzlich will Rentenfabrik Inflationsausgleich ermöglichen. Rentenfabrik setzt deshalb kein Cash-Flow Matching um, sondern investiert das Vermögen nach dem Aspekt der Sicherheit und Zeithorizont in verschiedene Anlagetöpfe. Mehr dazu lesen Sie unter «Link zu den Anlagen»
- Welche Bedürfnisse haben die Rentner? Neben einer sicheren Rente fanden wir in Gesprächen heraus, dass die Beteiligung am Anlageertrag sowie die Mitbestimmung wichtige Punkte sind. Dies haben wir sichergestellt, indem jeder übertragene Rentenbestand in einem eigenen Vorsorgewerk geführt wird. Die Rentenkommission bestimmt über eine allfällige Ausschüttung freier Mittel des Vorsorgewerks an die Rentenbezüger. Die Erfüllung der Vorsorgeverpflichtungen darf dadurch nicht gefährdet werden.
Heute sind wir stolz, die Schweizweit einzige Rentenstiftung zu sein, welche die Rentenbezüger ins Zentrum stellt. Rentenfabrik soll als Innovationsträger weiterentwickelt werden und beispielsweise durch eigene Alters- oder Mehrgenerationensiedlungen Begegnungsräume schaffen oder Pflege statt Rente anbieten.
Organisation
Als Merkmal der Rentenfabrik ist die Bestellung einer Rentenkommission je Rentenvorsorgewerk, welches den Rentnern direkte Mitbestimmung bei der Verwendung der freien Mittel des Vorsorgewerks sowohl bei der Besetzung des Stiftungsrates gibt. Die Aufgaben der Rentenkommission bestehen im Entscheid über die Verteilung von freien Mitteln auf Vorsorgewerksebene sowie im Erteilen von Wahlvorschlägen für den Stiftungsrat und die Wahl des Stiftungsrates selbst.
Die Rentner sind damit in die Steuerung der Rentenfabrik direkt involviert. Die Gesamtverantwortung liegt beim Stiftungsrat. Dieser ist mit hochkarätigen Mitgliedern besetzt. Thorsten Hens ist Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Zürich und der Universität Luzern. Er ist Präsident des Stiftungsrates und der Anlagekommission und lenkt die Vermögensanlage der Rentenfabrik. Sabina Korfmann lebt Medienkommunikation. Sie ist Vizepräsidentin des Stiftungsrates und ist die Stimme der Rentenfabrik gegen aussen. Radim Portmann ist Head of Under-writing & Propositions im Bereich Kollektivleben bei einer renommierten Versicherungsgesellschaft mit Sitz in der Schweiz. Er ist das versicherungs-technische Gewissen der Rentenfabrik. Beat Badertscher ist Rechtsanwalt mit eigener Firma. Er ist der Jurist im Stiftungsrat. Die interdisziplinäre Zusammensetzung des Stiftungsrates garantiert damit die Professionalität der Rentenfabrik in allen Belangen.
Im operativen Geschäft wird der Stiftungsrat unterstützt durch die MURMOLI AG. MURMOLI AG ist die Stifterin und kümmert sich weiterhin mit Herzblut um ein gesundes Gedeihen der Rentenfabrik. Matthias Pfiffner wurde als Geschäftsführer bestimmt. Er koordiniert zwischen Stiftungsrat, den externen Aufsichtsstellen, den Ausschüssen und Rentenkommissionen. Ursula May ist verantwortlich für die Verwaltung und das Underwriting der Rentenfabrik. Livio Cathomen betreut den Vertrieb in der Deutschschweiz. Prof. Dr. Olaf Meyer unterstützt den Stiftungsrat und die Anlagekommission in Anlagethemen und betreut daneben den Vertrieb in der Westschweiz.

